Heizkosten senken in Nürnberg & Region: So sparen Sie hunderte Euro (ohne zu frieren)

Die Energiepreise kennen in den letzten Jahren oft nur eine Richtung: nach oben. Ob im sanierten Altbau in Gostenhof, im Einfamilienhaus in Schwabach oder der Etagenwohnung in Fürth – fast jeder Haushalt in Franken spürt die Belastung.

Als Ihr Immobilienpartner vor Ort sehe ich oft, wie bares Geld buchstäblich „zum Fenster hinaus“ geheizt wird. Dabei lassen sich mit einfachen Tricks oft 150 bis 300 Euro (oder mehr) im Jahr sparen, ohne an Wohnqualität zu verlieren. Hier ist der aktuelle Maderer-Leitfaden für Eigentümer und Mieter.

Die Basics: Temperatur und Lüften

Das Wichtigste zuerst: Jedes Grad zählt.

  • Die 6-Prozent-Regel: Senken Sie die Raumtemperatur um nur einen Grad, sparen Sie ca. 6 % Energie. 20 Grad im Wohnzimmer sind meist völlig ausreichend.
  • Nicht auskühlen lassen: Wenn Sie unterwegs sind, drehen Sie die Heizung herunter, aber nicht komplett aus. Eine Temperatur von ca. 16–17 Grad ist ideal. Darunter steigt (besonders in unseren Nürnberger Altbauten) die Schimmelgefahr, und das Wiederaufheizen kostet mehr Energie als das Halten der Temperatur.
  • Stoßlüften statt Kippen: Gekippte Fenster sind Energiefresser. Öffnen Sie die Fenster lieber für 5–10 Minuten komplett (Stoßlüften). So tauscht sich die Luft schnell aus, ohne dass die Wände auskühlen.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Oft sind es die unscheinbaren Dinge, die die Nebenkostenabrechnung in die Höhe treiben.

  • Heizkörper freihalten: Ein Sofa vor der Heizung oder schwere Vorhänge davor sind tabu. Die Wärme staut sich und gelangt nicht in den Raum. Das Thermostat „denkt“, es sei warm genug, und regelt ab – oder die Heizung muss unnötig powern.
  • Dämmung „Light“: Nachts sollten Sie Rollläden und Vorhänge konsequent schließen. Das bildet eine isolierende Luftschicht vor dem Fenster und hält die Wärme drinnen.
  • Türen schließen: Das Schlafzimmer ist meist kühler als das Wohnzimmer. Halten Sie die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen, damit die warme, feuchte Luft nicht in kühle Räume wandert (Schimmelgefahr!).
  • Die Herausforderungen sind so vielfältig wie unsere Region: Während im Nürnberger Stadtteil Johannis
    oft der Denkmalschutz bei der Sanierung eine Rolle spielt, stehen in Schwabach oft moderne Einfamilienhäuser im Fokus der Optimierung.

Wartung und Technik: Der Profi-Tipp

Eine Heizung ist wie ein Auto – ohne Wartung läuft sie unrund und verbraucht mehr.

  • Der Ruß muss weg: Lassen Sie Ihren Heizkessel jährlich warten. Schon ein Millimeter Ruß auf dem Wärmetauscher kann den Verbrauch um ca. 5 % erhöhen.
  • Hydraulischer Abgleich: Werden Ihre Heizkörper ungleichmäßig warm? Ein hydraulischer Abgleich durch den Fachmann sorgt dafür, dass das Wasser optimal verteilt wird. Das wird oft sogar staatlich gefördert!

Rechtliches Update: Anbieterwechsel & Wirtschaftlichkeit

Hier lohnt sich der genaue Blick – sowohl für Mieter als auch für Vermieter.

  • Das Wirtschaftlichkeitsgebot: Vermieter sind verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln. Das bestätigte der BGH bereits im Urteil VIII ZR 243/06. Das bedeutet: Sie müssen darauf achten, Energie günstig einzukaufen. Versäumt der Vermieter dies grob fahrlässig, können Mieter unter Umständen Schadenersatz bei den Betriebskosten fordern. Ein regelmäßiger Vergleich der Gasanbieter (z. B. N-ERGIE vs. Alternativen) lohnt sich also für beide Seiten.
  • Neu: CO2-Kostenaufteilung: Seit 2023 gilt das CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG). Vermieter dürfen die CO2-Kosten nicht mehr komplett auf den Mieter umlegen. Je schlechter der energetische Zustand des Hauses, desto mehr muss der Vermieter zahlen. Ein starker Anreiz für Sanierungen!
  • Sie fragen sich, ob sich eine energetische Sanierung für Ihr Objekt noch lohnt oder ob ein Verkauf die wirtschaftlichere Option ist? Lassen Sie hier Ihre Immobilie in Nürnberg kostenlos bewerten.

FAQ: Häufige Fragen zum Heizkosten sparen

Bringen smarte Thermostate wirklich etwas?

Ja, absolut. Programmierbare Thermostate können die Heizung automatisch herunterregeln, wenn Sie bei der Arbeit sind, und rechtzeitig zum Feierabend wieder hochfahren. Einsparpotenzial: bis zu 10 %.

Darf ich die Heizung im Winter ganz ausschalten, um zu sparen?

Nein, das ist riskant. Laut Mietrecht müssen Mieter dafür sorgen, dass keine Schäden (z. B. durch eingefrorene Rohre oder Schimmel) entstehen. Eine Mindesttemperatur von ca. 16 Grad wird empfohlen.

Wer zahlt die Wartung der Heizung? Antwort:

Die Kosten für die regelmäßige Wartung sind als Betriebskosten auf den Mieter umlegbar, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Reparaturkosten muss jedoch immer der Vermieter tragen.

  4. Februar 2026

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